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Infos Golzheim

Golzheimer_klein  Golzheim liegt in der Zülpicher Börde, verfügt über eine Fläche von 11,31 km² und hat 1340 Einwohner (Stand 31.12.2012). Der Ort grenzt östlich an Blatzheim, nördlich an Buir (beide Stadt Kerpen), südlich an Eschweiler über Feld (Gemeinde Nörvenich) und westlich an Merzenich. Mitten durch den Ort verläuft die Bundesstraße 264. Der Ort ist durch verschiedene Buslinien erreichbar, die aber nur werktags und nicht an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen verkehren.

Alte Pfarrkirche/Ehrenmal
Der erste bekannte Kirchenbau entstand um 1569. 1606 stürzte der Turm dieser Kirche durch einen sehr heftigen Windstoß auf das Dach der Kirche. Dabei zerbrach die größere von wahrscheinlich zwei Glocken. 1613 wurde der Turm der Kirche wieder aufgerichtet. Ebenfalls wurde der Bau eines neuen Chors und vier gewölbter Anbauten veranlasst. Die Kirche brannte jedoch am 7. Oktober 1895 ab. Von dieser Kirche existiert heute nur noch der Kirchturm, der seit 1929 das Ehrenmal für die Golzheimer Gefallenen beherbergt. Bemerkenswert ist, dass das Ehrenmal nicht mit soldatischen beziehungsweise heroischen Figuren ausgestattet ist, sondern die Plastik einer Friedenstaube mit Ölzweig ins Zentrum rückt.

Neugotische Pfarrkirche
Der jetzige Backsteinbau der Pfarrkirche St. Gregorius wurde 1896/1897 im neugotischen Stil nach Plänen des Bonner Kirchenbaumeisters Johann Adam Rüppel errichtet. Der 33 Meter hohe spitze Turmhelm stürzte infolge der Schäden des Zweiten Weltkriegs am 28. Dezember 1945 auf das Kirchenschiff. An seine Stelle trat später eine wesentlich kleinere Spitze. Im Inneren der Pfarrkirche sind die Mosaiken der Freiburger Künstlerin Angelika Leonhard (jetzt: Angelika Khan-Leonhard) aus dem Jahre 1961 beachtenswert.

Fátimakapelle
1954 hatte anlässlich einer religiösen Woche in Golzheim zum Marianischen Jahr ein Pater aus Schönstatt zum Bau einer Marienkapelle aufgerufen. Auf Grund der langen Tradition der Marienverehrung in Golzheim und der persönlichen Verehrung der Muttergottes durch den damaligen Pfarrer Peter Hauser, fiel dieser Aufruf auf fruchtbaren Boden, so dass bald genügend Spenden eingekommen waren, um an eine konkrete Planung zu gehen. Das architektonische Vorbild für die Golzheimer Marienkapelle fand Pfarrer Hauser schließlich bei einem Besuch der 1955 von Le Corbusier fertig gestellten Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut bei Ronchamp. Der Dürener Architekt Richartz wurde beauftragt, die Golzheimer Kapelle in Anlehnung an Le Corbusiers Werk im Stile des Brutalismus zu entwerfen. Im Jahre 1957 wurde – anlässlich des 40. Jahrestages der Marienerscheinungen von Fátima – nach diesen Plänen die Golzheimer Kapelle im Pfarrgarten (Ecke Pützstraße/Johann-Kaspar-Kratz-Straße) errichtet. Unter der Bodenplatte ruht Erde von den Gräbern der Hirtenkinder Jacinta und Francisco Marto. Ebenfalls aus Fátima stammt die Marienstatue, die am 13. Mai 1958 während der ersten Festandacht in der Kapelle aufgestellt wurde. Höhepunkt der Golzheimer Marienverehrung ist auch heute noch die alljährliche Fátimafeier an einem Sonntag im Oktober.

In Golzheim gibt es eine katholische Grundschule, die nach Johann Kaspar Kratz benannt ist. Eine Teil der Gesamtschule Niederzier/Merzenich befindet sich in Merzenich.
Das Vereinsleben in Golzheim ist sehr rege. Im Ort gibt es den FC Golzheim, den Turnverein Golzheim, die Karnevalsgesellschaft „Mir hahle Poohl“ 1905 e.V Golzheim, die Marianische Schützenbruderschaft Golzheim, das Tambourcorps Golzheim, den Kirchenchor „St. Gregorius Golzheim“, die Löschgruppe Golzheim der Freiwilligen Feuerwehr Merzenich mit Jugendfeuerwehr, den Kaninchenzuchtverein, den Tennisverein und seit 2009 die Interessengemeinschaft „Golzheim aktiv“.

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